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Aktuelles

Umfrage zum Thema „Beweiswürdigung und Entscheidungsfindung im Ermittlungsverfahren“

Im Rahmen einer Dissertation im Fach Psychologie wird derzeit eine Umfrage zum Thema „Beweiswürdigung und Entscheidungsfindung im Ermittlungsverfahren“ durchgeführt. Teilnehmen können Rechtsexperten, Studierende oder Referendare aus dem Fachbereich Rechtswissenschaft. Die Befragung dauert rund 15 Minuten und wird anonym durchgeführt.

Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie hier sowie unter https://unikoelnpsych.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_1TxgDWDrYVq0zPw.

 

"Jura mit System" gestartet

Neue Lernplattform im Öffentlichen Recht

Das Institut für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre unter Leitung von Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M. (Berkeley) betreut die Erstellung einer digitalen Lernplattform, mit der die examensrelevanten Teile des Öffentlichen Rechts anschaulich aufgearbeitet werden soll. Seit dem 10. Januar 2022 steht mit dem polizei- und ordnungsrechtlichen Modul der erste Bereich von "Jura mit System" den Studierenden der Fakultät zur Verfügung.

Entlang einer digitalen Roadmap werden interaktive Lehrvideos zu allen relevanten Rechtsfragen des entsprechenden Fachgebiets angeboten. "Jura mit System" bietet dabei sowohl Aufzeichnungen, die die Studieninhalte abstrakt abhandeln, als auch solche, in denen eine konkrete Fallbearbeitung erfolgt. Das integrierte Karteikartentraining bietet zudem die Möglichkeit, den eigenen Lernfortschritt systematisch zu überprüfen und kann als Vorlage für die Erstellung eigener Karteikarten dienen. Im Glossar können außerdem einzelne Fragen nachgeschlagen und somit begriffliche Schwierigkeiten schnell aufgelöst werden.

"Jura mit System" soll Studierenden ein in zeitlicher und räumlicher Hinsicht flexibles Lernen ermöglichen – und damit ganz allgemein die Studiensituation und Lernerfahrung verbessern. Der nun veröffentlichte Teilbereich zum Polizei- und Ordnungsrecht wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022 mit Einheiten zum Kommual- sowie zum Baurecht komplettiert, ferner wird das Staatsorganisationsrecht in dieser Zeit aufbereitet werden. Inhalte zum Allgemeinen Verwaltungsrecht sowie zu den Grundrechten sollen später folgen.

"Jura mit System: Besonderes Verwaltungsrecht" kann kostenfrei über ILIAS aufgerufen werden: https://uni.koeln/CTFD6

 

Interview mit CENTRAL-Geschäftsführerin Beate Kruschinski

Artikel der LTO zu den Schlüsselqualifikationen

Die Geschäftsführerin des CENTRAL, Rechtsanwältin Beate Kruschinski, wurde von Legal Tribune Online zum Thema Schlüsselqualifikationen interviewt. Den Artikel finden Sie unter https://www.lto-karriere.de/jura-studium/stories/detail/jurastudium-schluesselqualifikation-angebote-tipps-empfehlungen-psychologie-mediation-wirtschaft-praesentieren-stimmtraining.

 

Erreichbarkeit über die Feiertage

Überblick über zentrale Einrichtungen der Fakultät

Nachfolgende Einrichtungen erreichen Sie Ende des Jahres bzw. zu Beginn des neuen Jahres wie folgt.

Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M.

Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre

Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M., Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre, hat eines der gemeinsam mit dem NRW-Wissenschaftsministerium ausgelobten "Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre" gewonnen.

Digitales Lehren und Lernen ist aus der Universität zu Köln nicht mehr wegzudenken. Sie eröffnet Lehrenden und Studierenden Möglichkeiten, die in reinen Präsenzformaten nicht gegeben sind. Auch in den Rechtswissenschaften wünschen sich Studierende zunehmend, auf Studieninhalte in digitaler und modern aufbereiteter Weise zugreifen zu können. Diesem Ziel hat sich das Institut für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre unter Leitung von Professor Markus Ogorek verschrieben.

Mit dem auf der „ILIAS“-Plattform basierenden Tool „Jura mit System“ sollen nach einem festgelegten Lernfahrplan gleichermaßen informative wie kurzweilige Erklärvideos zu allen relevanten Lerneinheiten eines bestimmten Rechtsgebiets geboten werden. Zum Anschluss einer Einheit stehen Fragenkataloge, die es den Studierenden erlauben, in anonymisierter Form den eigenen Lernerfolg zu überprüfen.

„Jura mit System“ soll den Studierenden damit ein in zeitlicher und räumlicher Hinsicht flexibles Lernen ermöglichen – und damit ganz allgemein die Studiensituation und Lernerfahrung verbessern. Das Projekt steht daher nicht im Konflikt zu den entsprechenden Lehrveranstaltungen, sondern bietet vielmehr Gelegenheit, neben oder nach der Vorlesungsteilnahme Wissen zu festigen oder wieder in Erinnerung zu rufen.

Die Gestaltung und Implementierung neuer digitaler und hybrider Lehr-/Lernformate nimmt Zeit in Anspruch, die im erforderlichen Umfang im universitären Alltag nicht selbstverständlich zur Verfügung steht. Deshalb wird im Rahmen der Digitalen Hochschule (DH.NRW) und der Vereinbarung zur Digitalisierung universitätsintern jährlich eine Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre (digiFellows) in Höhe von jeweils 50.000 EUR ausgeschrieben.

Im Rahmen der DigiFellows-Förderlinie soll nun das für die juristische Ausbildung zentrale Staatsrecht bearbeitet werden. Dies umfasst u.a. die wesentlichen Verfassungsprinzipien sowie Organisation und Kompetenzen der Bundesorgane. „Jura mit System: Staatsrecht“ wird für den Verlauf des Jahres 2022 gefördert.

Die Fakultät gratuliert ganz herzlich und wünscht gutes Gelingen!

Sixth Hans Kelsen Memorial Lecture verpasst?

 

Am 18.11.2021 richtete das Institute for International Peace and Security Law unter der Leitung seines Direktors Professor Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Claus Kreß LL.M (Cambridge) die sechste Hans Kelsen Memorial Lecture on International Peace and Security Law aus.

Dr. Ronen Steinke, Rechtsredakteur der Süddeutschen Zeitung und unter anderem Autor des Buches „Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht“, hielt den diesjährigen Festvortrag mit dem Titel „A Means to an End: How Fritz Bauer used the Courtroom for a Reckoning with the German Past.“ Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung „hybrid“ abgehalten: Innerhalb des Saales galt die 2G+-Regel, zeitgleich wurde das Event per Livestream übertragen.

Dr. Steinke begann seinen Vortrag mit der Schilderung eines Prozesstages des Auschwitzprozesses an einem Novembertag 1964 aus Sicht des Journalisten Horst Krüger. Es folgte eine Reise durch das Leben und Wirken von Fritz Bauer, der zu einem der bedeutendsten Wegbereiter für den Frankfurter Auschwitzprozess werden sollte. Nach dem Strafrechtsverständnis von Fritz Bauer, der sich der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen verschrieben hatte, durfte Strafe allein präventive Zwecke verfolgen und somit zukunftsorientiert sein. So zitierte Dr. Steinke Bauers Frage, ob es tatsächlich einen Unterschied mache, ob 40 Mann mehr in die Strafanstalten kämen, oder nicht? Doch was, wenn nicht Vergeltung sollte dann das Ziel dieses Prozesses sein, dessen Angeklagten zumindest scheinbar keine Bedrohung mehr für die Gesellschaft darstellten und die sich geradezu unheimlich konform in die Nachkriegsgesellschaft einfügten, wie sie sich auch im nationalsozialistischen Regime konform verhalten hatten?

Dr. Steinke gelang es eindrucksvoll, Bauers Strafrechtsverständnis mit seiner staatsanwaltlichen Praxis abzugleichen. Anders, als selbst Bewunderer und Schüler von Fritz Bauer zur Zeit der Auschwitzer Prozesse kritisierten, zeigte Dr. Steinke auf, dass zwischen der Theorie und der Praxis von Fritz Bauer nicht notwendigerweise ein Widerspruch gesehen werden müsse. So verfolgte Bauer im Auschwitzprozess den Gedanken der Prävention: Allerdings nicht zur Verhinderung der Begehung weiterer Verbrechen der 22 Angeklagten in Frankfurt, sondern gegenüber dem Publikum des Prozesses – der deutschen Bevölkerung, die sich durch die Prozesse zum ersten Mal ein Bild von dem Ausmaß des Grauens in Auschwitz verschaffen konnte. Dr. Steinke zeigte eindrucksvoll auf, dass Bauers Umsetzung seiner Theorie in die Praxis damit jedoch zugleich eine harte Konsequenz nach sich zog. So sah Bauer die in Frankfurt 22 Angeklagten der Auschwitzer Prozesse letztlich, und er selbst gab dies so zu, mindestens auch als „Sündenböcke“, die es bräuchte, um der Gesellschaft eine Lehre zu vermitteln und damit mindestens auch als Mittel zum Zweck – „A means to an end“.

Weitere Informationen zu den Hans Kelsen Memorial Lectures on International Peace and Security Law finden Sie unter https://iipsl.jura.uni-koeln.de/veranstaltungen/kelsen-memorial-lectures.

Besichtigung der Müllverwertungsanlage Bonn

Exkursion im Rahmen der Vorlesung zum deutschen Umweltrecht.

© Foto Anna M. Wegener

Im Rahmen der Vorlesung zum deutschen Umweltrecht fand am 09.11.21 eine vom Environmental Law Center organisierte Exkursion zur Müllverwertungsanlage in Bonn statt. Vor Ort wurden die Studierenden vom Geschäftsführer der Anlage, Manfred Becker und PR-Managerin der SWB, Saskia Kutsche, begrüßt. Sie stellten die Anlage als einen wichtigen Bestandteil der kommunalen Daseinsfürsorge in Bonn und Umgebung vor und gingen auf die zukünftigen Herausforderungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Ziel der vollständigen Kreislaufwirtschaft ein. Danach führte Frau Kutsche die Studierenden durch die Müllverwertungsanlage. Am Ende stellte sie noch kurz das Zukunftskonzept der MVA Bonn, „bonNova“, vor. Alles in allem wurde den Studierenden ein sehr interessanter Einblick in die Praxis und in die Zukunft der Abfallentsorgung geboten, der eindrücklich die Bedeutung und Macht des Umweltrechts vor Augen führte.

Zusätzliche Arbeitsplätze

Räume im Interimscontainer C2 für Studierende geöffnet

Zusätzlich zu den Arbeitsplätzen in den Bibliotheken stellt die Fakultät ihren Studierenden die Räume S 212 und S 214 im Interimscontainer C2 als Aufenthaltsfläche/Selbstlernzone zur Verfügung. Studierende können sie montags bis freitags zwischen 8:00 und 20:00 Uhr nutzen.
Der Interimscontainer C2 befindet sich zwischen dem Hörsaalgebäude und der Unibibliothek (siehe https://lageplan.uni-koeln.de/#!901c2).

Bitte beachten Sie, dass auch hier die 3G- und AHAL-Regeln gelten. Die maximale Belegungszahl ist jeweils am Eingang des Raumes ausgewiesen. Die Einhaltung der Regeln wird regelmäßig überprüft.

Wir bitten unsere Studierenden im Interesse aller, an Lehrveranstaltungen mithilfe eines Headsets oder Kopfhörern teilzunehmen, um andere nicht zu stören. Außerdem empfehlen wir allgemein die Nutzung von Ohrstöpseln, sofern man für das Lernen Ruhe benötigt.

Wir hoffen, zeitnah auch Raum S 215 für Studierende öffnen zu können.

Nachruf für John Michael Owens

Der Lehrstuhl für US-amerikanisches Recht trauert um John Michael Owens.

© Foto privat

Seit 2013 war Michael Owens eine feste Größe im Zertifikatsprogramm für US-amerikanisches Recht (CUSL) an der Universität zu Köln mit der Vorlesung „US Criminal Law and Procedure“. Als erfahrener Praktiker konnte er seinen großen Wissensschatz als Lehrender im CUSL-Programm teilen. Er hat dabei einen erheblichen Beitrag zum Erfolg des CUSL-Programms geleistet. Seine Kolleg:innen und Studierenden haben „Mr. Owens“ als sympathischen, nahbaren, gewitzten und im besten Sinne des Wortes besonderen Weggefährten kennengelernt. Er wird uns sehr fehlen und als herausstehender Charakter in Erinnerung bleiben. Michael Owens verstarb am 10.10.2021.

Hans Soldan Moot Court 2021

Beachtlicher Erfolg beider Kölner Teams

Vom 6. bis 9. Oktober fand der neunte Hans Soldan Moot Court zum anwaltlichen Berufs- und Zivilrecht statt. An den von der Leibniz Universität Hannover im Online-Format ausgerichteten Verhandlungen nahmen insgesamt 30 Teams von 16 Universitäten teil. Die Universität zu Köln wurde durch zwei Teams vertreten.

Bei dem von der Hans-Soldan-Stiftung, der Bundesrechtsanwaltskammer, dem Deutschen Anwaltsverein und dem Deutschen Juristen-Fakultätstag veranstalteten Moot Court wird anhand eines fiktiven Falls ein deutsches Gerichtsverfahren simuliert. Die Studierenden nehmen dabei Rollen aus der Anwaltschaft ein, erarbeiten jeweils einen Schriftsatz aus Kläger- und Beklagtenperspektive und bestreiten schließlich mehrere mündliche Verhandlungen in verschiedenen Rollen. Dieses Mal waren die Voraussetzungen eines anwaltlichen Tätigkeitsverbots aufgrund nichtanwaltlicher Vorbefassung und die Grenzen des anwaltlichen Werberechts Gegenstand des Verfahrens.

Die Kölner Teams schlugen sich dabei äußerst beachtlich. Team Köln I mit Phillipp Eckhoff, Thomas Sossna und Erik Tröber konnte sich gegen starke Konkurrenzteams durchsetzen und unterlag erst im Finale knapp gegen das Gastgeberteam aus Hannover: ein großer Erfolg nach einer herausragenden Leistung. Thomas Sossna erreichte dabei zudem den zweiten Platz in der Wertung für die beste mündliche Einzelleistung.
Auch das Team Köln II mit Fabienne Dollhausen, Lena Forberger, Taisiia Mazaeva, Alina Rosenkranz und Selin Sayin argumentierte in den Verhandlungen mit viel Geschick und wurde für seine überzeugende Verhandlungsführung vielfach gelobt.

Beide Teams wurden vom Kölner Institut für Anwaltsrecht betreut. Der besondere Dank der Teams gilt dem geschäftsführenden Direktor Professor Dr. Martin Henssler, sowie den Coaches Simone Davepon, Dr. Christian Deckenbrock und Lena Özman für ihre wertvolle Unterstützung.

Weitere Details zu unseren Teams und Informationen zum diesjährigen Moot Court finden Sie auf der Seite des Instituts für Anwaltsrecht an der Universität zu Köln unter: https://anwaltsrecht.uni-koeln.de/veranstaltungen/soldan-moot-court-2021.