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Vom Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim A.A. Khan, QC, ernannt.

Der Kölner Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Claus Kreß, LL.M. ist vom Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Karim A.A. Khan, QC, zum „Special Adviser“ für das Verbrechen der Aggression ernannt worden. Die Zuständigkeit für das Verbrechen der Aggression, die Professor Kreß erhalten hat, wurde bei dieser Gelegenheit neu geschaffen. Er wird Teil einer Gruppe von 17 internationalen Expertinnen und Experten sein, wie der Ankläger heute bekannt gab. Professor Kreß bedankte sich bei Karim Khan und sagte zu seiner neuen Aufgabe:

„Ich danke Herrn Ankläger Khan für das Vertrauen, das er mir entgegengebracht hat. Es wird mir eine Ehre sein, für ihn und die hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seinem Büro beratend tätig zu sein. Das Verbrechen der Aggression nimmt in der Geschichte des Völkerstrafrechts und der internationalen Strafgerichtsbarkeit einen wichtigen Platz ein. Vor kurzem wurde die Zuständigkeit des IStGH für dieses Verbrechen aktiviert. Dabei handelt es sich um eine bedeutende Entwicklung der internationalen Strafgerichtsbarkeit. Die Schaffung der neuen Zuständigkeit spiegelt dies wider.“

Claus Kreß ist Professor für Straf- und Völkerrecht. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für deutsches und internationales Strafrecht an der Universität zu Köln, und er leitet das dortige Institut für Friedenssicherungsrecht. Kreß war unter anderem Mitglied der deutschen Delegation bei der 1998 abgehaltenen Diplomatischen Konferenz von Rom zur Errichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs und 2001 Sachverständiger für Kriegsverbrechen für den Ankläger für Osttimor. In den Jahren 2003/2004 war er Vorsitzender des Redaktionsausschusses für die Geschäftsordnung des Internationalen Strafgerichtshofs. Während der Verhandlungen über das Verbrechen der Aggression fungierte er als Unterkoordinator in der zuständigen Sonderarbeitsgruppe. Bei den Verhandlungen zu diesem Verbrechenstatbestand 2010 in Kampala und 2017 in New York war er als wissenschaftlicher Berater der deutschen Delegation tätig.

In seiner heutigen Ankündigung der Ernennung der 17 „Special Advisers“ gab Ankläger Khan folgende Erklärung ab:

„Ich freue mich, eine so herausragende Gruppe von Expertinnen und Experten begrüßen zu dürfen, und ich bin dankbar für ihre Bereitschaft, als meine Berater zu fungieren. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie mit ihrer enormen Erfahrung und ihren beeindruckenden Qualifikationen einen wichtigen Beitrag zur Arbeit meiner Behörde und zur internationalen Strafgerichtsbarkeit leisten werden. Ich freue mich sehr darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten und von ihnen zu lernen.“

Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Claus Kreß
+49 221 470-5614
claus.kressSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Link zur Pressemeldung des ICC:
https://www.icc-cpi.int/Pages/item.aspx?name=pr1611

Jubiläumsveranstaltung mit hochkarätiger Besetzung

Am Mittwoch, den 01.09.2021 fand das 10. Symposium des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht der Universität zu Köln im Pullman Köln statt, nachdem dieses Jubiläumssymposium im Vorjahr pandemiebedingt ausfallen musste. Dem hochkarätigen Teilnehmerfeld bot sich die Gelegenheit, die vollen Vorzüge einer - den Hygienevorschriften entsprechenden - Präsenzveranstaltung zu genießen und das Zusammentreffen für intensiven fachlichen und persönlichen Austausch zu nutzen.
Die inhaltlichen Akzente setzten zunächst die Vorträge der Referenten, die spannende Aspekte transnationaler Restrukturierungs- und Insolvenzsachverhalte, genauso wie grundsätzliche dogmatische Fragen des internationalen Restrukturierungs- und Insolvenzrechts zum Thema hatten. Unter Leitung des Institutsdirektors Prof. Dr. Christoph Thole entwickelten sich im Anschluss an die Einlassungen der Referenten stets belebte und fruchtbare Diskussionen, die die Aktualität und praktische Bedeutung der besprochenen Rechtsfragen und -vergleichungen unter Beweis stellten.

Erkenntnisbereichernde Vorträge hielten Herr Alexander Bornemann (Ministerialrat im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz), die Herren Rechtsanwälte Dr. Helmut Balthasar und Dr. Michael Schaumann (beide Görg), Herr Prof. Dr. Reinhard Bork (Universität Hamburg), Herr Advocaat Lucas Kortmann (RESOR) aus den Niederlanden, Frau Rechtsanwältin Simone Schönen (Noerr), Herr Prof. Dr. Moritz Brinkmann (Universität Bonn) sowie Herr Prof. Dr. Christoph Thole.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht unter https://insolvenzrecht.jura.uni-koeln.de/aktuelles.

Neues Werk von Professor Hans-Jürgen Becker erschienen

Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Becker hat zu unserer großen Freude ein neues Werk über die Geschichte unserer Fakultät herausgebracht, das einerseits einen Einblick in die Entwicklung der Rechtswissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zum anderen aber eine in die politische Entwicklung mit den Einschnitten von 1918, 1933 und 1945 eingebettete Wissenschaftsgeschichte bietet. Eine viel beachtete Episode ist das Zusammentreffen von Hans Kelsen und Carl Schmitt 1932/33.

1919 gelang es Konrad Adenauer, neben Bonn eine zweite Hochschule in den preußischen Rheinlanden zu errichten. Die rechtswissenschaftliche Fakultät in Köln entwickelte sich dank der Gründungsgeneration (F. Stier-Somlo, H. Lehmann, H. Planitz, G. J. Ebers, A. von Tuhr, A. Baumgarten und G. Bohne) in kurzer Zeit zu einer angesehenen Einrichtung. Im Nationalsozialismus drohte ihr allerdings die Schließung, da sechs Mitglieder aus rassistischen und politischen Gründen (G. J. Ebers, H. W. Goldschmidt, F. Haymann, H. Kelsen, L. Waldecker, L. Wieruszowski) aus der Fakultät ausgeschlossen wurden. Andererseits waren etwa H. Lehmann und H.C. Nipperdey führend an Projekten einer nationalsozialistischen „Rechtserneuerung“ an der Akademie für Deutsches Recht beteiligt. Nach 1945 konnte unter weiterhin prägendem Einfluss von H. C. Nipperdey (Arbeitsrecht), aber auch durch andere bedeutende Rechtswissenschaftler wie G. Kegel (Internationales Privatrecht) und B. Rehfeld (Rechtsgeschichte) die Fächerstruktur der Fakultät erneuert und erweitert werden. Zu den Mitgliedern der Fakultät gehörten auch die späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann und Karl Carstens.

Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Becker ist ein führender Vertreter der Deutschen und Europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte und einer der weltweit bekanntesten Kenner der Geschichte des kanonischen Rechts. Er war von 1975 bis 1988 Ordentlicher Professor und Direktor des Seminars für Deutsches Recht an der Universität zu Köln und hat sich seit dieser Zeit immer wieder mit der Geschichte der alten (seit 1388) und der neuen (seit 1919) Kölner rechtswissenschaftlichen Fakultät beschäftigt. Er ist der Fakultät bis heute eng verbunden geblieben.

Bereits zum 100-jährigen Universitätsjubiläum hat er in einem bemerkenswerten Vortrag eine erste Vorausschau auf die nun veröffentlichten Erkenntnisse zur Geschichte unserer Fakultät gewährt. Umso erfreulicher ist, dass Interessierte nun Details im beim Verlag Mohr-Siebeck erschienenen Werk „Die neue Kölner Rechtswissenschaftliche Fakultät von 1919 bis 1950“ nachlesen können.

Das StudKBZ Jura bietet dienstags und mittwochs persönliche Gespräche an

Das Studien- und Karriereberatungszentrum der Rechtswissenschaftlichen Fakultät öffnet wieder seine Pforten für Ratsuchende. Probeweise findet seit dem 18.08.2021 die Sprechstunde dienstags von 14:00 - 16:30 Uhr sowie mittwochs von 09:30 - 13:00 Uhr wieder im Büro des StudKBZ Jura im Interimscontainer C1 statt.

Erforderlich sind eine vorherige Terminbuchung unter https://scheduler.uni-koeln.de/ und ein tagesaktueller GGG-Nachweis. Weitere Einzelheiten werden Ihnen im Terminbuchungsprozess erläutert. Ratsuchende, die nicht an der Universität zu Köln studieren oder arbeiten, wenden sich zwecks Reservierung eines Termins bitte an jura-studienberatungSpamProtectionuni-koeln.de.

An allen anderen Tagen stehen wir Ihnen weiter über Zoom und telefonisch zur Verfügung (siehe https://jura.uni-koeln.de/fakultaet/zentrale-einrichtungen/studien-und-karriereberatungszentrum).

Sollte sich die Beratung vor Ort bewähren, weiten wir diese Möglichkeit gerne aus.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team des StudKBZ Jura

 

Statements der Kölner Medienrechtler Prof. Dr. von Coelln und Prof. Dr. Hain

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass der Rundfunkbeitrag erhöht werden darf. Ein Koalitionsstreit in Sachsen-Anhalt hatte dazu geführt, dass der Beitrag nicht wie im entsprechenden Staatsvertrag vereinbart angestiegen ist. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten daraufhin Beschwerde in Karlsruhe eingelegt.

In den Verhandlungen vor dem Bundesverfassungsgericht vertrat Prof. Dr. Karl-Eberhard Hain, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Medienrecht, die Anstalten der ARD. Prof. Dr. Christian von Coelln, Inhaber des Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Wissenschaftsrecht und Medienrecht, vertrat die Staats- und Landesregierungen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen und damit einen Großteil der Staats- und Landesregierungen vertrat.

Ihre Statements zum Urteil:

Professor Dr. Karl-Eberhard Hain:
 „Das Bundesverfassungsgericht hat heute die funktionsgerechte Finanzierung des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks sicher gestellt - und die bisherige Rechtsprechung weiterentwickelt. Bemerkenswert ist, dass das Gericht die solidarische Verantwortung der Ländergemeinschaft für die Finanzierung hervorgehoben hat und dass ein einzelnes Bundesland, im vorliegenden Fall Sachsen-Anhalt, nicht durch eine von den übrigen Bundesländern abweichende Meinung ausbrechen kann. Zudem hat das Gericht es nicht bei der Feststellung der Verfassungswidrigkeit des Verhaltens Sachsen-Anhalts belassen, sondern den 1. Medienänderungsstaatsvertrag übergangsweise in Kraft gesetzt. Dadurch erfolgt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags übergangsweise. Zusätzlich hat es dem Grunde nach die Pflicht zur Kompensation der bisher entgangenen Rundfunkbeiträge festgestellt. Die Länder sind jetzt gehalten unter Berücksichtigung der Kompensationspflicht ein neues Finanzierungsverfahren einzuleiten. "

Professor Dr. Christian von Coelln:
„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine besondere Rolle wahrzunehmen, die sich nach der jahrzehntelangen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unmittelbar aus der Rundfunkfreiheit des Grundgesetzes ergibt. Damit er das tun kann, muss er angemessen finanziert werden. Dazu gibt es ein gesetzlich geregeltes Verfahren. In diesem haben die Landtage das letzte Wort. Von dem ihnen unterbreiteten Vorschlag zur Beitragsfestsetzung dürfen sie nur aus bestimmten Gründen abweichen. Im konkreten Fall hatte Sachsen-Anhalt die anstehende Beitragserhöhung faktisch zu Fall gebracht, weil etliche Landtagsabgeordnete u.a. mit Programminhalten unzufrieden waren.

Die heute veröffentlichte Entscheidung bestätigt die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch und gerade unter den aktuellen Bedingungen der Medien. Sie stellt zugleich klar, dass das Verfahren der Beitragsfestsetzung nicht reformiert werden muss. Vor allem aber hat das Bundesverfassungsgericht zu Recht entschieden, dass politische Unzufriedenheit mit dem Programm kein tragfähiger Grund für politische Zugriffe auf die Finanzierung der Anstalten sind.“
 

Pressesprecher:
Jürgen Rees
+49 221 470 3107
+49 151 61333917
j.reesSpamProtectionverw.uni-koeln.de

Im Dialog über politische und rechtliche Herausforderungen der Pandemiebekämpfung

Am 03. August 2021 sprach Prof.Dr. Markus Ogorek, LL.M. Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre, mit Bundesminister Prof. Dr. Helge Braun, MdB über die Herausforderungen der Pandemiebekämpfung aus politischer und rechtlicher Sicht.

Der Chef des Kanzleramts und Bundesminister für „besondere Aufgaben“ – was, wie Braun augenzwinkernd umschrieb, eher ein Synonym für „besondere Probleme“ sei – gewährte zunächst einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen seines Arbeitsalltags. Die zunehmend international vernetzte Bundespolitik sowie die Bewältigung nationaler und globaler Krisen werden durch das Bundeskanzleramt koordiniert, an dessen Spitze der Gießener CDU-Bundestagsabgeordnete Braun seit 2018 steht.

Eine der derzeit drängendsten Krisen – die Corona-Pandemie – und ihre Bewältigung waren Kernthema der sich vorwiegend an die Studierenden der Universität zu Köln gerichteten digitalen Diskussionsveranstaltung. Im Dialog mit Staatsrechtler Ogorek bekräftigte Braun seinen Standpunkt, eine vierte Welle lasse sich nicht ohne bestimmte Einschränkungen für Ungeimpfte verhindern.

Hierbei ging der promovierte Mediziner auch auf den rechtlichen Grundsatz ein, „wesentlich Gleiches müsse gleich behandelt werden“. Braun verdeutlichte aus medizinischer Sicht die bestehenden Ungleichheiten zwischen geimpften und ungeimpften Personen umfassend und ging auch auf den Vergleich geimpfter Personen zu getesteten Personen ein. Wer entweder einen Geimpften oder einen Getesteten umarmen wolle, so der CDU-Politiker, solle bei Betrachtung der Infektionsübertragungswahrscheinlichkeit stets auf den Geimpften setzen. Eine Impfpflicht lehnte er hingegen pointiert ab.

Neben aktuellen Fragen der Pandemiebekämpfung sprach Braun auch über die föderale Zusammenarbeit des Kanzleramts mit den Ministerpräsidenten und räumte ein, dass diese in Hochzeiten der Pandemie nicht immer reibungslos verlaufen sei. Dennoch habe das politische Krisenmanagement in Deutschland seine Leistungsfähigkeit insgesamt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auch der Umgang mit der sog. Querdenker-Bewegung und der teils harsche Ton in der politischen Diskussion um Grundrechtsbeschränkungen waren Themen des Gesprächs. Der Kanzleramtschef verwies darauf, dass solchen Bestrebungen zuvörderst durch demokratisch-zivilgesellschaftlichen Widerspruch zu begegnen sei – die Befassung der Sicherheitsbehörden bleibe „ultima ratio“.

Auf die Frage nach der mangelnden Berücksichtigung studentischer Belange in der Krise und einer noch ausstehenden Öffnung der Universitäten für Präsenzveranstaltungen zeigte sich Braun zuversichtlich. Durch flächendeckende Impfangebote für Studierende – auch durch die Hochschulorgane selbst – bestünde nach Ansicht des Bundesministers die berechtigte Hoffnung, dass im kommenden Wintersemester wieder mehr Veranstaltungen auf dem Campus möglich seien. Der frühere Notarzt Braun warb mit Nachdruck für eine möglichst hohe Impfquote als Ausweg aus der Pandemie und effektivste Möglichkeit zur Verhinderung einer neuen Infektionswelle im Herbst.

Für die Veranstaltung hatten sich über 350 Studierende, Alumni sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität zu Köln angemeldet; sie bildet den Auftakt unregelmäßiger Spitzengespräche des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre mit prominenten Akteuren aus Regierungen, Parlamenten und obersten Gerichten.

Auszeichnung für ihren Einsatz in der Juristenausbildung

Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb, Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Europäische Privatrechtsentwicklung, wurde dieses Jahr vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit dem von Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am 31.05.2021 ausgehändigten Verdienstkreuz 1. Klasse wird ihr herausragender Einsatz für eine zukunftsgerichtete und tragfähige Weiterentwicklung der Juristenausbildung anerkannt und gewürdigt.

Seit Jahrzehnten engagiert sich Frau Professor Dauner-Lieb für eine wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisorientierte universitäre Ausbildung, die den juristischen Nachwuchs für die Herausforderungen der Zukunft wappnet. Als Programmbeauftragte der Deutsch-Französischen Studiengänge Rechtswissenschaft der Universität zu Köln und der Paris I Phantéon-Sorbonne sowie Gründerin und langjährige Leiterin des Kompetenzzentrums für juristisches Lehren und Lernen und des Projekts „Recht Aktiv“ hat sie sich intensiv der juristischen Fachdidaktik gewidmet. Zusätzlich hat sie stets zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten zugunsten von Studierenden übernommen. Auch die Gleichstellung von weiblichen und männlichen Studierenden ist ihr ein Anliegen.

Für ihr Engagement und ihre innovativen Lehrkonzepte und Impulse wurde Frau Professor Dauner-Lieb bereits mehrfach, insbesondere 2019 mit dem nordrhein-westfälischen Lehrpreis, geehrt.

Die Fakultät gratuliert Frau Professor Dauner-Lieb herzlichst zu dieser verdienten Auszeichnung!

Auszeichnung vom Deutschen Baugerichtstag e.V.

Der Deutsche Baugerichtstag e.V. hat Herrn Dr. Julius Warda für seine Dissertation "Die Realisierbarkeit von Allianzverträgen im deutschen Vertragsrecht" den baurechtlichen Forschungspreis des Jahres 2021  verliehen. Die in der Kategorie "Rechtswissenschaftliche Veröffentlichung" ausgezeichnete Dissertation setzt sich erstmals in Deutschland anhand ausländischer Beispielverträge mit der Umsetzbarkeit kooperativer Mehrparteienverträge zwischen drei oder mehr Bauparteien im im deutschen Recht auseinander.

Um die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Wissenschaft zu fördern, veranstaltet der Verein alle zwei Jahre den Deutschen Baugerichtstag. In dessen Rahmen erfolgt die Verleihung des mit insgesamt 10.000 € dotierten Baurechtlichen Forschungspreis des Deutschen Baugerichtstags e.V. in den Kategorien "Rechtswissenschaftliche Veröffentlichung" und "Baubetriebliche / Immobilienwirtschaftliche Veröffentlichung".

Die Fakultät gratuliert Herrn Dr. Warda herzlich zu diesem Erfolg!

Landtag hat neue Spitze des obersten Gerichtshofes in NRW gewählt

Die Rechtsprofessorin Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb ist heute vom Landtag zur obersten Richterin des Landes Nordrhein-Westfalen gewählt worden. Sie war gemeinsam von CDU, SPD, FDP und B90/Die Grünen im Landtag für das höchste Richteramt im Land vorgeschlagen worden. Dauner-Lieb erhielt am 19. Mai in geheimer Wahl 164 von 182 abgegebenen Stimmen und kam damit auf weit mehr als die notwendige Zweidrittel-Mehrheit. Als erste Hochschullehrerin bekleidet Sie nun das Präsidentenamt, das bislang nur mit Berufsrichtern besetzt wurde.

CDU-Landtagsfraktion Bodo Löttgen sagt: „Mit Frau Prof. Dauner-Lieb konnten wir eine ausgezeichnete Kandidatin für das höchste Richteramt im Land gewinnen, die mit Kenntnisreichtum überzeugt und zupackend mit großer Leidenschaft ihr Fach vertritt. Sie hat durch ihre berufliche Tätigkeit in der juristischen Lehre an der Universität zu Köln und ihre langjährige Erfahrung im Richteramt am Oberlandesgericht Köln und beim Verfassungsgerichtshof in Münster beste Voraussetzungen und Expertise für dieses Amt. Frau Prof. Dauner-Lieb ist im Hinblick auf Verbesserungen und Innovation in der juristischen Lehre als eine der aktivsten und sichtbarsten Rechtsprofessorinnen Deutschlands. Bereits seit 2006 ist die renommierte und profilierte Juristin Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen. Wir sind der Überzeugung, dass Prof. Dauner-Lieb bestens geeignet ist, die Präsidentschaft des höchsten Gerichts des Landes zu übernehmen.“

Frau Professor Dauner-Lieb, geboren 1955, war von 2002 bis 2007 Richterin im Nebenamt am Oberlandesgericht Köln im gesellschaftsrechtlichen Senat. Seit 2006 ist sie gewähltes Mitglied am Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen und wurde zuletzt am 13. Juni 2018 wiedergewählt. Sie verfügt zudem über schiedsrichterliche Erfahrung auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts. Als Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Europäische Privatrechtsentwicklung und insbesondere als herausragende Dozentin hat sich Frau Professor Dauner-Lieb einen Namen gemacht. Mehrfach ist sie mit Lehrpreisen, zuletzt 2020, ausgezeichnet worden. Im Kollegenkreis ist sie hochgeschätzt. Besonders engagiert hat sie sich als Programmbeauftragte der Deutsch-Französischen Studiengänge.    

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät gratuliert Frau Professor Dauner-Lieb herzlichst zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe!

 

Zwei Beispiele aus unserer Fakultät

Eine neue Webseite der Universität zeigt best-practice-Beispiele, mit denen Lehrende und Studierende der Universität zu Köln auf die didaktischen Herausforderungen der Online-Semester reagiert haben.

Die digitale Lehre ist aus der Universität zu Köln nicht mehr wegzudenken. Sie ist essentielles und notwendiges Konzept für Hochschulen des 21. Jahrhunderts und wird den universitären Alltag auch nach der Corona-Zeit prägen. „Vieles, was wir in den vergangenen Semestern erprobt haben, werden wir auch künftig in die Gestaltung des Lernens, Lehrens und Studierens einfließen lassen“, sagt Professorin Beatrix Busse, Prorektorin für Lehre und Studium an der Universität zu Köln (UzK). Die UzK hat dazu in einem digitalen Showroom multimediale Beispiele aus allen Bereichen zusammengestellt, in denen digitale Lehre kreativ umgesetzt und neue, innovative Formate entwickelt und erprobt wurde.

Der Showroom bietet Einblicke in Lehrveranstaltungen der vergangenen Semester und zeigt, mit welchen didaktischen Möglichkeiten Lehrende und Studierende erfolgreich auf die Herausforderung der Online-Semester reagiert haben und wie diese innovativen Lehrformate entstanden sind. Zu hören, lesen und sehen sind Beispiele wie Studierende, aber auch Lehrende und Tutor:innen die digitalen Semester erlebt haben, vor welchen Herausforderungen sie standen, wie sie diese gelöst haben und manchmal, was sie im Nachhinein anders machen würden. Dabei geht es beispielsweise um spannende Themen wie „Auch ohne Campus-Präsenz möglichst nahbar sein“, „Mit einem Kung-Fu-Meister Physik lernen“ oder um „Individuelles Lernen in einer Großveranstaltung mit extrem diversen Vorkenntnissen“.

Die digitalen Formate werden kontinuierlich durch die Erfahrungen der Studierenden und Lehrenden weiterentwickelt, um die Studierenden bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Link: https://story.uni-koeln.de/good-practice-digitale-lehre/

Ansprechpartnerinnen:
Dr. Magdalena Spaude
Projektkoordinatorin Netzwerk ORCA.nrw
Prorektorat für Lehre und Studium
Prof. Dr. Beatrix Busse
E-Mail: magdalena.spaudeuni-koeln.de

Franziska Eickhoff
Persönliche Referentin der Prorektorin für Lehre und Studium
Prof. Dr. Beatrix Busse
E-Mail: franziska.eickhoffuni-koeln.de