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Aktuelles

Nachrichten

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln trauert um Professor Dr. iur. Dr. med. h.c. Hartmut Schiedermair (16. Januar 1936 – 23. August 2020).

Hartmut Schiedermair arbeitete nach seiner Promotion an der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main im Jahr 1968 zunächst am Frankfurter Max-Planck-Institut für ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht. 1974 habilitierte er sich an der Ruprecht-Karl-Universität in Heidelberg und wurde Mitarbeiter im wissenschaftlichen Dienst des Bundesverfassungsgerichts, wo er dem damaligen Präsidenten Ernst Benda zugeteilt war. 1976 wurde er Professor an der Universität des Saarlandes, bevor er 1983 an die Kölner Fakultät wechselte. Bereits seit 1980 und über seine Emeritierung im Jahr 2001 hinaus war er bis 2004 Präsident des Deutschen Hochschulverbandes.

Hartmut Scheidermair hat sich um die Universität zu Köln und deren Rechtswissenschaftliche Fakultät in Forschung und Lehre große Verdienste erworben. Er hinterlässt eine große Lücke. Die Fakultät wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Berufung zu neuen Ämtern

Berufung von Prof.’in Dr. Angelika Nußberger zur Vorsitzenden der Expertenkommission der hessischen Polizei

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat Frau Professorin Nußberger zur Vorsitzenden einer unabhängigen Expertenkommission zur Evaluation der bisher getroffenen Maßnahmen gegen Fehlverhalten in der hessischen Polizei ernannt.

Die Expertenkommission hat zum Ziel, Empfehlungen für die Implementierung eines neuen Leitbilds der hessischen Polizei zu erarbeiten und damit einen Dialog über ein neues Leitbild innerhalb der Polizei anzustoßen. Das Hessische Innenministerium sieht es zudem als übergeordnetes Ziel an, das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden und in ihre Arbeit als Bündnis zwischen Polizei, Politik, Wissenschaft und Bürger wiederherzustellen.

„Eine gut funktionierende Polizei, die für die Bürgerinnen und Bürger da ist und zu der alle Vertrauen haben, ist das Rückgrat des Staates. Vertrauen aufzubauen dauert sehr lange; es zu zerstören geht sehr schnell. Deshalb ist es so wichtig klarzustellen, dass es in Hessen nach den Vorfällen der vergangenen Zeit ein weiter-so-wie-bisher nicht geben darf. Das muss auch nach außen hin sichtbar sein. Die Kommission setzt mit ihrer Arbeit hierfür ein Zeichen. Sie ist unabhängig, sie arbeitet nicht gegen die Polizei, sondern für die Polizei. Denn es ist gleichermaßen im Interesse der Gesellschaft wie der Polizei, dass es ein vertrauensvolles Miteinander gibt. Deshalb muss man bei der Arbeit der Polizei genau hinsehen, wunde Punkte benennen und kreative Vorschläge machen. Mit Blick auf die große Expertise der Mitglieder der Kommission bin ich sehr zuversichtlich, dass dies gelingen kann“, sagte die Vorsitzende der Expertenkommission, Prof.‘in Dr. Angelika Nußberger.

Neben Prof.’in Dr. Angelika Nußberger und Jerzy Montag, als stellvertretenden Vorsitzenden, gehören der Expertenkommission zwölf weitere Mitglieder aus Polizei, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an.

Ernennung zum Mitglied der „Commission Cour de cassation 2030“

Außerdem wurde Frau Professorin Nußberger zum Mitglied der „Commission Cour de cassation 2030“ ernannt, die unter Vorsitz des französischen Richters André Potocki Vorschläge für die zukünftige Positionierung des obersten französischen Zivilgerichts erarbeiten soll. Die Kommission nahm am 6.7.2020 mit einer feierlichen Eröffnungssitzung ihre Arbeit auf.  Dabei stellten die Präsidentin des Gerichts Chantal Arens und der Generalanwalt François Molins heraus, wie wichtig es sei, Aufgaben und Stellung der Cour de Cassation in einem zunehmend internationalisierten Umfeld zu bestimmen und Vorschläge für Reformen zu unterbreiten. Die Kommission ist aus zwanzig Mitgliedern mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund – aus der französischen Justiz, Anwaltschaft und Wissenschaft -  zusammengesetzt und soll ihren Abschlussbericht im Herbst 2021 vorlegen.

Wir freuen uns mit Prof.’in Dr. Angelika Nußberger über diese verantwortungsvollen Aufgaben und wünschen ihr bei ihrer Arbeit viel Erfolg!

Der Podcast veröffentlicht seine Jubiläumsfolge

Am 23. Juni 2020 veröffentlichte der Jura-Podcast “Irgendwas mit Recht” unter dem Titel “Innovation & Jura” seine 50. Episode, in der Gastgeber RA Marc Ohrendorf, LL.M. RAin Claudia Otto und RA Sebastian Feiler (letzterer Associate Partner bei GÖRG Rechtsanwälte in Köln) empfing. Inhaltlich ging es unter anderem um die Fragen, in welchem Zusammenhang Legal Tech und juristische Innovation stehen, in welchen Bereichen Anwältinnen und Anwälten Kreativität abverlangt wird und welche Auswirkungen dies auf fortschrittliche Lehre haben könnte. Daneben diskutierten die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer, wie sich Innovation und Referendariat - auch in Corona-Zeiten - verbinden lassen.

Im Podcast “Irgendwas mit Recht”, welcher allein im Jahr 2020 bereits über 40.000 mal abgerufen wurde, erhalten Studierende Einblick in die tägliche Arbeit erfolgreicher Juristinnen und Juristen aus erster Hand. Ob Staatsanwaltschaft, Wirtschaftskanzlei oder Wissenschaft: Der vom Kompetenzzentrum für juristisches Lernen und Lehren produzierte Podcast liefert Denkanstöße, frische Perspektiven Anregungen für Praktika, Referendariat und Berufseinstieg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des KjLL, auf Twitter sowie Instagram.

Erfolg des Kölner Teams beim ICC Moot Court 2020!

Kölner ICC Moot Court Team 2020

Auch in diesem Jahr konnte das Kölner Team einen hervorragenden Platz im Moot Court Wettbewerb zum Internationalen Völkerstrafrecht (ICC Moot Court) belegen. Mit dem 17. Platz haben sie den Einzug in das aufgrund der virusbedingten Umstände nicht ausgetragene Viertelfinale geschafft. An dem diesjährigen Wettbewerb nahmen 71 Teams aus über 50 Staaten teil.

Der ICC Moot Court ist ein englischsprachiger Wettbewerb, der seit 2005 jährlich in Den Haag, dem Sitz des Internationalen Strafgerichtshofs, ausgetragen wird. Der Wettbewerb bietet Studierenden neben der einzigartigen Erfahrung eines Moot Courts einen Einblick in die praktiksche Arbeit des Völkerrechts, indem sie sich mit hochaktuellen und spannenden Fragen des Völkerstrafrechts beschäftigen.

Das am Institute for International Peace and Security Law betreute Team durfte sich mit fesselnden Fragen, wie die der Verantwortung von sozialen Medien bei Aufrufen zum Völkermord und der Jurisdiktion des Internationalen Strafgerichtshofs mit einem mittels des Internet begangenen Delikts, beschäftigen. Dabei wurde das diesjährige Team, bestehend aus Katharina Ueberberg, Moritz Jacobs, Nicoletta Maier, Christian Mausolf und Eva Potzy, von Gwendolin Brand, Tabasom Djourabi-Asadabadi und Tim-David Schneider unterstützt.

Das Team arbeitete mit Fleiß umfangreiche Schriftsätze aus, die teilweise mit Bestpunktzahl bewertet wurden.

Die Fakultät gratuliert dem Kölner Moot Court Team und Herrn Prof. Dr. Dr. h.c Dr. h.c. Claus Kreß LL.M., Direktor des Institute for International Peace and Security Law, herzlichst zu seinem Erfolg!

Kölner Team gewinnt den PAX Moot 2020!

Das am Institut für internationales und ausländisches Privatrecht betreute Kölner Team hat den PAX Moot 2020 gewonnen. Der seit 2012 veranstaltete Wettbewerb wird von Universitäten Antwerpen und Sciences Po in Paris sowie dem Asser Institute in Den Haag organisiert und von Herbert Smith Freehills sowie der Europäischen Kommission unterstützt. Er ist als einziger Wettbewerb dieser Art dezidiert dem europäischen internationalen Privatrecht gewidmet.

Im Finale der in diesem Jahr komplett digital durchgeführten achten Auflage des PAX Moot, an welchem Teams aus neun verschiedenen Staaten teilnahmen, traf das von Teresa Möller und Eva Schick betreute Kölner Team aus Hanna Freienstein, Mercedes Hering und Claude Ngatchou auf das Team der Singapore Management University. Vor etwa 60 Zuschauer*innen vertrat das Team die Klage von Minenarbeitern aus dem fiktiven Staat Almasi und deren Familien gegen eine auf mehrere Staaten verteilte Firmengruppe vor einem belgischen Gericht. Dabei musste es sich unter anderem mit den Auswirkungen eines parallel in Almasi geführten Verfahrens, einer englischen worldwide asset freezing order und einer zwischen Teilen der Parteien bestehenden Gerichtsstands- und Rechtswahlvereinbarung sowie mit diversen Fragen des anwendbaren Rechts auseinandersetzen. Nach einer spannenden, fast zweistündigen Verhandlung konnte sich das Kölner Team schließlich durchsetzen und wurde von der hochkarätig besetzten Jury aus Alex Layton QC (Twenty Essex/King’s College London), Hans van Loon (Haager Konferenz für Internationales Privatrecht) und Prof. Dr. Horatia Muir Watt (Sciences Po) zum Sieger erklärt.

Bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb konnte das Kölner Team in einer Probeverhandlung vor RA Rüdiger Harms, RA‘in Elisabeth Macher und RA Dr. Harry Nettlau (Cleary Gottlieb) Erfahrungen sammeln.

Die Fakultät gratuliert dem Kölner Moot Court Team herzlichst zu seinem Erfolg!

 

Aufnahme in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Professorin Dr. Johanna Hey ist in die nordrhein-westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen worden. Professorin Hey zählt zu den im Jahr 2020 insgesamt 15 neu gewählten Mitgliedern auf Lebenszeit.

Johanna Hey ist Professorin für Steuerrecht an der Universität zu Köln und neues Mitglied in der Akademieklasse für Geisteswissenschaften. Ihr Forschungsgebiet ist die Besteuerung von Unternehmen sowie die verfassungs- und europarechtlichen Grundlagen der Besteuerung. Hey studierte Rechtswissenschaft an der Universität Würzburg und war nach ihrer Habilitation von 2002 bis 2006 Inhaberin des Lehrstuhls für Unternehmensteuerrecht an der Universität Düsseldorf. Seit 2006 leitet sie an der Universität zu Köln das Institut für Steuerrecht. Hey war von 2011 bis 2016 Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft und ist seit 2006 im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium der Finanzen tätig. Sie ist Trägerin des Hans-Kelsen-Preises 2016 der Universität zu Köln für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen.   

Die Fakultät gratuliert Frau Professorin Hey herzlichst zu ihrer Aufnahme in die Akademie!

Neues Mitglied des Deutschen Ethikrates

Die Strafrechtlerin Professorin Dr. Dr. Frauke Rostalski wurde von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zum 30. April 2020 in den Deutschen Ethikrat berufen. Sie ist eines von 21 neuen Mitgliedern. Nachdem ein Teil der Ratsmitglieder am 10. April 2020 turnusmäßig aus dem Gremium ausgeschieden war, wird der Deutsche Ethikrat damit neu zusammengesetzt. „Ich freue mich sehr über diese ehrenvolle Berufung“, so Rostalski.

Prof. Dr. Dr. Rostalski hat seit 2018 den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln inne. Seit Oktober 2018 ist sie zudem geschäftsführende Direktorin des Instituts für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Köln. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören neben den Grundlagen des Strafrechts insbesondere die Grenzbereiche zwischen Strafrecht, Medizin und Ethik. Sie befasst sich zudem intensiv mit Herausforderungen für Recht und Moral, die mit dem Fortschritt auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung einhergehen.

Der Deutsche Ethikrat ist ein unabhängiger Sachverständigenrat. Er behandelt ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben.

Die Fakultät gratuliert Frau Professorin Rostalski herzlichst zu ihrer Berufung!

Informationen für Studierende

Liebe Studierende,

auch wenn in diesem Semester vieles anders ist als sonst, möchten wir Sie herzlich willkommen heißen.

Wie Sie wissen, ist der Start der Vorlesungen verschoben worden. Unsere Fakultät wird Ihnen ab dem 20.04.2020 online die ganze Bandbreite unserer Lehrveranstaltungen anbieten.

Die Links auf die jeweiligen Onlineangebote - darunter Vorlesungsaufzeichnungen, Livestreams, Videokonferenzen und andere Formate - finden Sie dann in den ILIAS-Kursen der von Ihnen in KLIPS belegten Veranstaltungen. Haben Sie eine Veranstaltung, an der Sie teilnehmen möchten, noch nicht belegt, können Sie das in KLIPS in der Restplatzvergabe (ab 02.04.2020) nachholen.

Weitere Hinweise finden Sie auf http://www.jura.uni-koeln.de/corona.html.

Die spontane Umstellung auf Onlinelehre ist für uns alle eine große Herausforderung. Bitte seien Sie nachsichtig, wenn es hier und da etwas ruckelt und nicht alles auf Anhieb so gut funktioniert, wie Sie das aus der normalen Präsenzlehre gewohnt sind.

Wir wünschen Ihnen auch unter den erschwerten Umständen einen guten Start ins Sommersemester!

Mit freundlichen Grüßen
Professor Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis, Dekan
Professor Dr. Klaus Peter Berger, LL.M., Studiendekan

Neuer Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre

Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M. (Berkeley) ist neuer Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre.

Prof. Dr. Ogorek studierte Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Salzburg. Nach der Promotion bei Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Muckel in Köln absolvierte er ein LL.M.-Studium an der University of California at Berkeley. In seiner Referendarzeit setzte Ogorek sein Auslandsstudium an der University of Edinburgh als Teilnehmer des vom British Council geförderten European Young Lawyers Scheme fort. Im Anschluss an das Assessorexamen war Ogorek als Akademischer Rat a.Z. bei Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Muckel am Institut für Kirchenrecht und rheinische Kirchenrechtsgeschichte tätig (heute: Institut für Religionsrecht). Nach der Habilitation trat er eine Lehrstuhlvertretung an der Goethe-Universität Frankfurt an. 2013 übernahm Ogorek den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, öffentliches und privates Wirtschaftsrecht und Verwaltungswissenschaften an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Law School) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Ein Jahr später wurde Ogorek zum Dekan der EBS Law School gewählt und 2016 schließlich zum Universitätspräsidenten. In Nachfolge von Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas von Danwitz, der als Richter am EuGH wirkt, kehrt Ogorek im Sommersemester 2020 nunmehr an die Universität zu Köln zurück.

Wir heißen Herrn Professor Ogorek herzlich willkommen und wünschen ihm einen guten Start!