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PAX Moot 2020

Kölner Team gewinnt den PAX Moot 2020!

Das am Institut für internationales und ausländisches Privatrecht betreute Kölner Team hat den PAX Moot 2020 gewonnen. Der seit 2012 veranstaltete Wettbewerb wird von Universitäten Antwerpen und Sciences Po in Paris sowie dem Asser Institute in Den Haag organisiert und von Herbert Smith Freehills sowie der Europäischen Kommission unterstützt. Er ist als einziger Wettbewerb dieser Art dezidiert dem europäischen internationalen Privatrecht gewidmet.

Im Finale der in diesem Jahr komplett digital durchgeführten achten Auflage des PAX Moot, an welchem Teams aus neun verschiedenen Staaten teilnahmen, traf das von Teresa Möller und Eva Schick betreute Kölner Team aus Hanna Freienstein, Mercedes Hering und Claude Ngatchou auf das Team der Singapore Management University. Vor etwa 60 Zuschauer*innen vertrat das Team die Klage von Minenarbeitern aus dem fiktiven Staat Almasi und deren Familien gegen eine auf mehrere Staaten verteilte Firmengruppe vor einem belgischen Gericht. Dabei musste es sich unter anderem mit den Auswirkungen eines parallel in Almasi geführten Verfahrens, einer englischen worldwide asset freezing order und einer zwischen Teilen der Parteien bestehenden Gerichtsstands- und Rechtswahlvereinbarung sowie mit diversen Fragen des anwendbaren Rechts auseinandersetzen. Nach einer spannenden, fast zweistündigen Verhandlung konnte sich das Kölner Team schließlich durchsetzen und wurde von der hochkarätig besetzten Jury aus Alex Layton QC (Twenty Essex/King’s College London), Hans van Loon (Haager Konferenz für Internationales Privatrecht) und Prof. Dr. Horatia Muir Watt (Sciences Po) zum Sieger erklärt.

Bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb konnte das Kölner Team in einer Probeverhandlung vor RA Rüdiger Harms, RA‘in Elisabeth Macher und RA Dr. Harry Nettlau (Cleary Gottlieb) Erfahrungen sammeln.

Die Fakultät gratuliert dem Kölner Moot Court Team herzlichst zu seinem Erfolg!

 

Prof.'in Dr. Johanna Hey

Aufnahme in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Professorin Dr. Johanna Hey ist in die nordrhein-westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen worden. Professorin Hey zählt zu den im Jahr 2020 insgesamt 15 neu gewählten Mitgliedern auf Lebenszeit.

Johanna Hey ist Professorin für Steuerrecht an der Universität zu Köln und neues Mitglied in der Akademieklasse für Geisteswissenschaften. Ihr Forschungsgebiet ist die Besteuerung von Unternehmen sowie die verfassungs- und europarechtlichen Grundlagen der Besteuerung. Hey studierte Rechtswissenschaft an der Universität Würzburg und war nach ihrer Habilitation von 2002 bis 2006 Inhaberin des Lehrstuhls für Unternehmensteuerrecht an der Universität Düsseldorf. Seit 2006 leitet sie an der Universität zu Köln das Institut für Steuerrecht. Hey war von 2011 bis 2016 Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft und ist seit 2006 im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium der Finanzen tätig. Sie ist Trägerin des Hans-Kelsen-Preises 2016 der Universität zu Köln für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen.   

Die Fakultät gratuliert Frau Professorin Hey herzlichst zu ihrer Aufnahme in die Akademie!

Prof.'in Dr. Dr. Frauke Rostalski

Neues Mitglied des Deutschen Ethikrates

Die Strafrechtlerin Professorin Dr. Dr. Frauke Rostalski wurde von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zum 30. April 2020 in den Deutschen Ethikrat berufen. Sie ist eines von 21 neuen Mitgliedern. Nachdem ein Teil der Ratsmitglieder am 10. April 2020 turnusmäßig aus dem Gremium ausgeschieden war, wird der Deutsche Ethikrat damit neu zusammengesetzt. „Ich freue mich sehr über diese ehrenvolle Berufung“, so Rostalski.

Prof. Dr. Dr. Rostalski hat seit 2018 den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln inne. Seit Oktober 2018 ist sie zudem geschäftsführende Direktorin des Instituts für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Köln. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören neben den Grundlagen des Strafrechts insbesondere die Grenzbereiche zwischen Strafrecht, Medizin und Ethik. Sie befasst sich zudem intensiv mit Herausforderungen für Recht und Moral, die mit dem Fortschritt auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung einhergehen.

Der Deutsche Ethikrat ist ein unabhängiger Sachverständigenrat. Er behandelt ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben.

Die Fakultät gratuliert Frau Professorin Rostalski herzlichst zu ihrer Berufung!

Beginn der Vorlesungen am 20. April 2020

Informationen für Studierende

Liebe Studierende,

auch wenn in diesem Semester vieles anders ist als sonst, möchten wir Sie herzlich willkommen heißen.

Wie Sie wissen, ist der Start der Vorlesungen verschoben worden. Unsere Fakultät wird Ihnen ab dem 20.04.2020 online die ganze Bandbreite unserer Lehrveranstaltungen anbieten.

Die Links auf die jeweiligen Onlineangebote - darunter Vorlesungsaufzeichnungen, Livestreams, Videokonferenzen und andere Formate - finden Sie dann in den ILIAS-Kursen der von Ihnen in KLIPS belegten Veranstaltungen. Haben Sie eine Veranstaltung, an der Sie teilnehmen möchten, noch nicht belegt, können Sie das in KLIPS in der Restplatzvergabe (ab 02.04.2020) nachholen.

Weitere Hinweise finden Sie auf http://www.jura.uni-koeln.de/corona.html.

Die spontane Umstellung auf Onlinelehre ist für uns alle eine große Herausforderung. Bitte seien Sie nachsichtig, wenn es hier und da etwas ruckelt und nicht alles auf Anhieb so gut funktioniert, wie Sie das aus der normalen Präsenzlehre gewohnt sind.

Wir wünschen Ihnen auch unter den erschwerten Umständen einen guten Start ins Sommersemester!

Mit freundlichen Grüßen
Professor Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis, Dekan
Professor Dr. Klaus Peter Berger, LL.M., Studiendekan

Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M. (Berkeley)

Neuer Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre

Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M. (Berkeley) ist neuer Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre.

Prof. Dr. Ogorek studierte Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Salzburg. Nach der Promotion bei Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Muckel in Köln absolvierte er ein LL.M.-Studium an der University of California at Berkeley. In seiner Referendarzeit setzte Ogorek sein Auslandsstudium an der University of Edinburgh als Teilnehmer des vom British Council geförderten European Young Lawyers Scheme fort. Im Anschluss an das Assessorexamen war Ogorek als Akademischer Rat a.Z. bei Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Muckel am Institut für Kirchenrecht und rheinische Kirchenrechtsgeschichte tätig (heute: Institut für Religionsrecht). Nach der Habilitation trat er eine Lehrstuhlvertretung an der Goethe-Universität Frankfurt an. 2013 übernahm Ogorek den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, öffentliches und privates Wirtschaftsrecht und Verwaltungswissenschaften an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Law School) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Ein Jahr später wurde Ogorek zum Dekan der EBS Law School gewählt und 2016 schließlich zum Universitätspräsidenten. In Nachfolge von Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas von Danwitz, der als Richter am EuGH wirkt, kehrt Ogorek im Sommersemester 2020 nunmehr an die Universität zu Köln zurück.

Wir heißen Herrn Professor Ogorek herzlich willkommen und wünschen ihm einen guten Start!

Prof.'in Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Angelika Nußberger M.A.

Ernennung zur Verfassungsrichterin in Bosnien-Herzegowina und Beiratsvorsitzende der Stiftung "Forum Recht"

Frau Professorin Angelika Nußberger wurde zur Richterin am Verfassungsgericht von Bosnien-Herzegowina ernannt. Sie ist damit eine von drei internationalen Richtern und folgt dem Italiener Giovanni Grasso nach. Das Verfassungsgericht hat die Aufgabe, über die Einhaltung der Verfassung in Bosnien-Herzegowina zu achten und damit für die Wahrung des labilen Friedens in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land zu sorgen. Daher sind den nationalen Richterinnen und Richtern – in der Regel je zwei Vertreter der Bosnier, Kroaten und Serben – internationale Richterinnen und Richter zur Seite gestellt. Die Sitzungen finden in Sarajewo statt. Vorgänger am Gericht waren unter anderem Constance Grewe (Deutschland 2004-2016) und David Feldman (Vereinigtes Königreich, 2002-2011). Angelika Nußberger kann ihre Erfahrung als Professorin für Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln, als Mitglied der Venedigkommission und als ehemalige Richterin und Vizepräsidentin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in ihr neues Amt einbringen.

Des Weiteren wurde Frau Professorin Nußberger am 20.2.2020 zur Vorsitzenden des Beirats der bundesunmittelbaren Stiftung „Forum Recht“ gewählt. Die Stiftung wurde im Jahr 2019 gegründet, um den – in der Gegenwart vielfach gefährdeten -  Rechtsstaat erlebbar zu machen. Zu diesem Zweck sollen an den Standorten Karlsruhe und Leipzig Foren für den Austausch zu allen den Rechtsstaat betreffenden Fragen geschaffen werden. Geplant ist auch die Organisation von Ausstellungen sowie von allen Arten von sonstigen Aktivitäten, die das Thema „Rechtsstaat“ veranschaulichen können. Der Beirat ist aus 30 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft zusammengesetzt. Als Beiratsvorsitzende wird Frau Professorin Nußberger auch Mitglied des Kuratoriums sein, dessen Vorsitz die Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Frau Bettina Limperg, innehat.

Die Fakultät gratuliert Frau Professorin Nußberger herzlichst zu ihrer Ernennung und der Wahl zur Beiratsvorsitzenden!

Feier zu Ehren der Absolventinnen und Absolventen 2019

Wir gratulieren dem Prüfungsjahrgang 2018/19!

Auch in diesem Jahr wurden die Absolventinnen und Absolventen unserer Rechtswissenschaftlichen Fakultät, die ihre erste Prüfung im vergangenen Studienjahr erfolgreich abgelegt hatten, im Rahmen eines akademischen Festakts am 17. Januar 2020 geehrt.

Die Absolventenfeier begann mit den Grußworten des Dekans Professor Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis. Die akademische Feier wurde durch die Festrede unseres Alumnus Jörg Mayr (Rechtsanwalt und Deutscher Eishockey-Meister) zum Thema „Was es braucht…“ abgerundet. Herr Mayr ermutigte die frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen, dass es für jeden von ihnen einen Bereich gebe, in dem sie erfolgreich und zufrieden arbeiten werden.

Zur großen Freude aller Beteiligten war in diesem Jahr auch der NRW-Justizminister Peter Biesenbach vor Ort und gratulierte zusätzlich zum Dekan und den Vertretern der verschiedenen Schwerpunktbereiche unseren Absolventinnen und Absolventen persönlich auf der Bühne.

Im Anschluss an die Ehrung verlieh die Fachschaft die diesjährigen Lehrpreise.

Der diesjährige Lehrpreis der Fachschaft Jura wurde Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb verliehen. In ihrer Laudatio würdigte die Fachschaft insbesondere, dass Frau Prof. Dauner-Lieb es schaffe, in ihren Vorlesungen jeden mitzunehmen, komplexe Materie verständlich zu machen und Studierende für das Fach zu begeistern und zum eigenen Denken anstatt zum Auswendiglernen anzuleiten. Hervorgehoben wurden zudem die Gründung, Förderung und Erhaltung des Projekts „Recht Aktiv“ sowie des „Kompetenzzentrums für juristisches Lernen und Lehren“, die eine Vielzahl von Veranstaltungen für Studierende anbieten und die gute Lehre an unserer Fakultät tatkräftig unterstützen.

Des Weiteren vergab die Fachschaft auch in diesem Jahr wieder den Lehrpreis an AG-Leiter, die in den letzten beiden Jahren durch besonders gute Arbeitsgemeinschaften aufgefallen waren. Geehrt wurden Frau Lisa-Marie Lührs für das Öffentliche Recht, Herr Dr. Tobias Lutzi für das Zivilrecht und Frau Edith Arians für das Strafrecht.

Der akademischen Feier folgte ein festlicher Umtrunk im Hörsaalgebäude, wo die Gäste bei ausgelassener Stimmung den Erfolg der Absolventinnen und Absolventen feierten. Die schöne Atmosphäre verdanken wir insbesondere der großartigen musikalischen Umrahmung durch die Jazzband „Das triologische Quartett“, die nicht nur die akademische Feier sondern auch den Ausklang im Hörsaalgebäude begleitete.

Für ihre Unterstützung danken wir auch in diesem Jahr herzlich der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP sowie den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern aus den Einrichtungen und Instituten der Fakultät.

Wir wünschen unseren Absolventinnen und Absolventen für ihre weitere Zukunft nur das Beste und gratulieren unseren ausgezeichneten Lehrenden zum Lehrpreis 2020!

Doppelter Blick auf die Geschichte des Völkerrechts

Neue Kooperation des Historikers Fabian Klose und Völkerrechtlers Claus Kreß beginnt mit einem Seminar im April.

Der Historiker Fabian Klose und der Völkerrechtler Claus Kreß begründen Kooperation über die Geschichte des Völkerrechts. Das Projekt startet im April mit einem Seminar für Studierende beider Fächer.

Humanitäre Intervention, Kolonialismus, Freiheitskriege – ein Teil der Geschichte des Völkerrechts ist die Geschichte der großen Auseinandersetzungen zwischen Staaten. Was früher das ius in bello, das Kriegsvölkerrecht war, das hat sich bis heute zum Humanitären Völkerrecht entwickelt. Professor Dr. Fabian Klose, neuer Lehrstuhlinhaber für Internationale Geschichte und Historische Friedens- und Konfliktforschung und Professor Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Claus Kreß, LL.M., Völkerrechtler und Direktor des Institute for International Peace and Security Law gehen das Thema nun gemeinsam an. Beide wollen langfristig in Forschung und Lehre kooperieren. „In Versailles saßen die Deutschen noch auf der Anklagebank“, erklärt der Völkerrechtler Kreß. „Mehr als 70 Jahre später war Deutschland auf einmal eine Kraft, die die Entwicklung des Völkerrechts forciert hat.“ Jeder Staat weltweit hat seine eigene Haltung zum Humanitären Völkerrecht und zum internationalen Strafgerichtshof entwickelt. „Das kann ein Rechtswissenschaftler zwar ansatzweise beantworten, letztlich aber viel besser, wenn er mit einem Historiker zusammenarbeitet, der die jeweilige rechtspolitische Haltung in ihren größeren Kontext einzubetten versteht.“

„Den HistorikerInnen fehlt häufig die allerletzte völkerrechtliche Expertise. Wenn man aber mit jemanden wie Claus Kreß ein derartiges  Kooperationsprojekt starten kann, dann ist das ein großer Gewinn“, so Klose.

Die Zusammenarbeit wird auf drei Säulen ruhen: Forschung, Lehre und einer neuen Vortragsreihe mit internationalen Gastwissenschaftler und Gastwissenschaftlerinnen. „Wir sind jetzt startklar und können den Studierenden nun unser erstes Seminar ankündigen“, sagt Kreß: Für das Sommersemester 2020 bieten Klose und Kreß ein interdisziplinäres Seminar zur Geschichte des Völkerrechts: „Vom Kriegsrecht zum Humanitären Völkerrecht? Das Völkerrecht der bewaffneten Konflikte vom 19. bis 21. Jahrhundert“.

Das Seminar wird die Geschichte des Völkerrechts der bewaffneten Konflikte von der Pariser Seerechtsdeklaration 1856 bis zum so genannten „Krieg gegen den Terror“ behandeln.
Die beiden Professoren haben ihre Zusammenarbeit seit über einem Jahr geplant: Seminare, Vortragsreihe und Forschungsprojekte. „Wir wissen nicht wie unsere Studenten darauf reagieren, aber wir beide haben Riesenlust, das anzugehen“, erklärt Kreß. „Man muss sich auf die Perspektive des anderen Fachs einlassen. Das sollte bei entsprechender Neugier nicht schwer sein“, ergänzt Klose.

Zusätzlich zu dem Seminar wird es ab April die neue gemeinsame Vortragsreihe „Cologne Lecture on International History and International Law“ geben. Den Auftakt hierzu wird Prof. Dr. Andrew Thompson, Oxford University, am 22. April mit seinem Vortrag „Nelson Mandela on Robben Island. To What Extent Can International Law Provide Protection for Political Prisoners?“ bilden.

Dazu kommt im September eine von Historikern ausgerichtete und von der Volkswagenstiftung geförderte Herrenhäuser-Konferenz „Governing Humanitarianism. Past, Present, and Future“, an der Claus Kreß teilnehmen wird. Außerdem werden die Wissenschaftler gemeinsame Forschungsthemen angehen: „Wir denken auch an ein größeres internationales Projekt mit interdisziplinären Tandems aus mehreren Ländern“, so Kreß.

Die beiden Wissenschaftler sehen eine Fülle interessanter Forschungsthemen, die sie in Zukunft bearbeiten wollen: Kolonialkriege, Humanitäre Interventionen, Friedensverträge, Internationale Gerichtsbarkeit: „Wir möchten uns natürlich auch mit den Gegenwartsfragen beschäftigen, die sich aus alldem ergeben.“, erklärt Fabian Klose. „Es ist auch für einen Historiker spannend, über Lösungsansätze für aktuelle Probleme im Licht historischer Erfahrungen nachzudenken“, so der Historiker. „Unser Anspruch kann nicht sein, stets zur goldenen Lösung zu kommen. Aber soweit wir glauben, einen solchen Gedankenanstoß geben zu können, wir möchten schon auch zu aktuellen Themen Stellung beziehen.“

Internet:
https://www.iipsl.jura.uni-koeln.de/sites/strafrecht_kress/Materialien/WS_2019_2020/Semesterplan_Humanitaeres_Voelkerrecht.pdf

Inhaltlicher Kontakt:     
Professor Dr. Fabian Klose
0221-470 5248
fabian.klose(at)uni-koeln.de
https://hhr.hypotheses.org/
https://twitter.com/IntHistCologne

Professor Dr. Claus Kreß
0221 / 470 5614
sekretariat-kress(at)uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
r.hahn(at)verw.uni-koeln.de

Dr. Tobias Lutzi, LL.M. (Köln/Paris I), M.Jur. (Oxon.)

Promotionspreisträger des ICC Institute of World Business Law Prize

Die International Chamber of Commerce (ICC) und ihr Institute of World Business Law vergeben alle zwei Jahren in einem harten weltweiten Wettbewerb einen hochangesehenen Promotionspreis im internationalen Wirtschaftsrecht. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert. Er wurde im Dezember 2019 an Herrn Dr. Tobias Lutzi, LL.M. (Köln/Paris I), M.Jur. (Oxon.) verliehen.

Herr Dr. Lutzi hat in Köln, Paris und als Rhodes Scholar in Oxford studiert und ist Mitarbeiter am Institut für internationales und ausländisches Privatrecht der Universität zu Köln (Prof. Dr. Heinz-Peter Mansel). Seine Promotion mit dem Titel „Regulating the Internet through Private International Law“ hat er Ende 2018 an der University of Oxford unter der Betreuung von Professor Andrew Dickinson abgeschlossen. Dort hat er von 2016 bis 2018 das Oxford University Commonwealth Law Journal (OUCLJ) herausgegeben und war im Jahr 2017/18 außerdem als Stipendiary Lecturer for Contract Law tätig.

Weitere Informationen zum Preis und seiner Verleihung finden Sie unter https://iccwbo.org/media-wall/news-speeches/researcher-tobias-lutzi-wins-2019-icc-institute-prize/.

4. Deutsch-Französischer Sanierungsgipfel

Bilateraler Austausch in Berlin

Am Freitag, dem 06. Dezember 2019, fand in Berlin der von dem Institut für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht der Universität zu Köln (Prof. Dr. Christoph Thole) mitveranstaltete vierte deutsch-französische Sanierungsgipfel statt. Gegenstand der gut besuchten Veranstaltung waren insbesondere die möglichen Perspektiven zur Umsetzung der Richtlinie über präventive Restrukturierungsrahmen in Deutschland und Frankreich sowie die Möglichkeiten der Harmonisierung der beiden Rechtsordnungen. Der deutsch-französiche Sanierungsgipfel findet im zweijährigen Rhythmus abwechselnd in Deutschland und Frankreich statt und dient dem bilateralen Austausch zu aktuellen Fragestellungen rund um das Thema der Sanierung.