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Erstmalig Sonderpreis für Digitale Lehre verliehen

Preisträger und Preisverleihende stehen auf einem Weg

Am 15.09.2020 wurde zum ersten Mal der Sonderpreis für Digitale Lehre von der Fachschaft Jura und dem Legal Tech Lab Cologne an Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M. (Berkeley) für seine Verdienste um die digitale Lehre an der Universität zu Köln verliehen. Tim Münster, 1. Vorsitzender der Fachschaft Jura, und Ferdinand Wegener, Vorstandsmitglied des Legal Tech Lab Cologne, übergaben den Preis in Beisein des Prodekans für Studienangelegenheiten Prof. Dr. Klaus Peter Berger, LL.M.,  welcher die besonderen Herausforderungen an die Dozierenden durch das Sommersemester 2020 und das ausgezeichnete Engagement von Prof. Dr. Ogorek bei der Überwindung dieser Hindernisse betonte. Gelobt wurde von allen Anwesenden auch der Einsatz der anderen Nominierten, die durch ihre herausragenden digitalen Lehrangebote in die engere Auswahl gelangt waren, Dr. Ann-Marie Kaulbach, Dr. Christian Deckenbrock, Dr. David Markworth und Prof. Dr. Julian Scheu sowie Dr. Keith Wilder. Der Sonderpreis für digitale Lehre ist eine gemeinsame Initiative des Legal Tech Labs Cologne und der Fachschaft Jura, um die digitale Lehre an der Universität zu Köln langfristig zu stärken. Ausgezeichnet wird eine Dozentin oder ein Dozent für die beste Anwendung digitaler Lehrmethoden in einer Vorlesung, wobei die Preisträgerin oder der Preisträger durch eine Abstimmung der Studierendenschaft bestimmt wird. Das Legal Tech Lab Cologne und die Fachschaft Jura danken in diesem Zusammenhang nochmal ganz herzlich den über 1.300 engagierten Studierenden, die durch ihre Stimme den Preisträger ausgewählt haben.

Die Fakultät gratuliert Herrn Professor Ogorek herzlichst zu seiner Ehrung!

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln trauert um Professor Dr. iur. Dr. med. h.c. Hartmut Schiedermair (16. Januar 1936 – 23. August 2020).

Hartmut Schiedermair arbeitete nach seiner Promotion an der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main im Jahr 1968 zunächst am Frankfurter Max-Planck-Institut für ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht. 1974 habilitierte er sich an der Ruprecht-Karl-Universität in Heidelberg und wurde Mitarbeiter im wissenschaftlichen Dienst des Bundesverfassungsgerichts, wo er dem damaligen Präsidenten Ernst Benda zugeteilt war. 1976 wurde er Professor an der Universität des Saarlandes, bevor er 1983 an die Kölner Fakultät wechselte. Bereits seit 1980 und über seine Emeritierung im Jahr 2001 hinaus war er bis 2004 Präsident des Deutschen Hochschulverbandes.

Hartmut Scheidermair hat sich um die Universität zu Köln und deren Rechtswissenschaftliche Fakultät in Forschung und Lehre große Verdienste erworben. Er hinterlässt eine große Lücke. Die Fakultät wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Berufung zu neuen Ämtern

Berufung von Prof.’in Dr. Angelika Nußberger zur Vorsitzenden der Expertenkommission der hessischen Polizei

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat Frau Professorin Nußberger zur Vorsitzenden einer unabhängigen Expertenkommission zur Evaluation der bisher getroffenen Maßnahmen gegen Fehlverhalten in der hessischen Polizei ernannt.

Die Expertenkommission hat zum Ziel, Empfehlungen für die Implementierung eines neuen Leitbilds der hessischen Polizei zu erarbeiten und damit einen Dialog über ein neues Leitbild innerhalb der Polizei anzustoßen. Das Hessische Innenministerium sieht es zudem als übergeordnetes Ziel an, das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden und in ihre Arbeit als Bündnis zwischen Polizei, Politik, Wissenschaft und Bürger wiederherzustellen.

„Eine gut funktionierende Polizei, die für die Bürgerinnen und Bürger da ist und zu der alle Vertrauen haben, ist das Rückgrat des Staates. Vertrauen aufzubauen dauert sehr lange; es zu zerstören geht sehr schnell. Deshalb ist es so wichtig klarzustellen, dass es in Hessen nach den Vorfällen der vergangenen Zeit ein weiter-so-wie-bisher nicht geben darf. Das muss auch nach außen hin sichtbar sein. Die Kommission setzt mit ihrer Arbeit hierfür ein Zeichen. Sie ist unabhängig, sie arbeitet nicht gegen die Polizei, sondern für die Polizei. Denn es ist gleichermaßen im Interesse der Gesellschaft wie der Polizei, dass es ein vertrauensvolles Miteinander gibt. Deshalb muss man bei der Arbeit der Polizei genau hinsehen, wunde Punkte benennen und kreative Vorschläge machen. Mit Blick auf die große Expertise der Mitglieder der Kommission bin ich sehr zuversichtlich, dass dies gelingen kann“, sagte die Vorsitzende der Expertenkommission, Prof.‘in Dr. Angelika Nußberger.

Neben Prof.’in Dr. Angelika Nußberger und Jerzy Montag, als stellvertretenden Vorsitzenden, gehören der Expertenkommission zwölf weitere Mitglieder aus Polizei, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an.

Ernennung zum Mitglied der „Commission Cour de cassation 2030“

Außerdem wurde Frau Professorin Nußberger zum Mitglied der „Commission Cour de cassation 2030“ ernannt, die unter Vorsitz des französischen Richters André Potocki Vorschläge für die zukünftige Positionierung des obersten französischen Zivilgerichts erarbeiten soll. Die Kommission nahm am 6.7.2020 mit einer feierlichen Eröffnungssitzung ihre Arbeit auf.  Dabei stellten die Präsidentin des Gerichts Chantal Arens und der Generalanwalt François Molins heraus, wie wichtig es sei, Aufgaben und Stellung der Cour de Cassation in einem zunehmend internationalisierten Umfeld zu bestimmen und Vorschläge für Reformen zu unterbreiten. Die Kommission ist aus zwanzig Mitgliedern mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund – aus der französischen Justiz, Anwaltschaft und Wissenschaft -  zusammengesetzt und soll ihren Abschlussbericht im Herbst 2021 vorlegen.

Wir freuen uns mit Prof.’in Dr. Angelika Nußberger über diese verantwortungsvollen Aufgaben und wünschen ihr bei ihrer Arbeit viel Erfolg!

Der Podcast veröffentlicht seine Jubiläumsfolge

Am 23. Juni 2020 veröffentlichte der Jura-Podcast “Irgendwas mit Recht” unter dem Titel “Innovation & Jura” seine 50. Episode, in der Gastgeber RA Marc Ohrendorf, LL.M. RAin Claudia Otto und RA Sebastian Feiler (letzterer Associate Partner bei GÖRG Rechtsanwälte in Köln) empfing. Inhaltlich ging es unter anderem um die Fragen, in welchem Zusammenhang Legal Tech und juristische Innovation stehen, in welchen Bereichen Anwältinnen und Anwälten Kreativität abverlangt wird und welche Auswirkungen dies auf fortschrittliche Lehre haben könnte. Daneben diskutierten die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer, wie sich Innovation und Referendariat - auch in Corona-Zeiten - verbinden lassen.

Im Podcast “Irgendwas mit Recht”, welcher allein im Jahr 2020 bereits über 40.000 mal abgerufen wurde, erhalten Studierende Einblick in die tägliche Arbeit erfolgreicher Juristinnen und Juristen aus erster Hand. Ob Staatsanwaltschaft, Wirtschaftskanzlei oder Wissenschaft: Der vom Kompetenzzentrum für juristisches Lernen und Lehren produzierte Podcast liefert Denkanstöße, frische Perspektiven Anregungen für Praktika, Referendariat und Berufseinstieg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des KjLL, auf Twitter sowie Instagram.

Erfolg des Kölner Teams beim ICC Moot Court 2020!

Kölner ICC Moot Court Team 2020

Auch in diesem Jahr konnte das Kölner Team einen hervorragenden Platz im Moot Court Wettbewerb zum Internationalen Völkerstrafrecht (ICC Moot Court) belegen. Mit dem 17. Platz haben sie den Einzug in das aufgrund der virusbedingten Umstände nicht ausgetragene Viertelfinale geschafft. An dem diesjährigen Wettbewerb nahmen 71 Teams aus über 50 Staaten teil.

Der ICC Moot Court ist ein englischsprachiger Wettbewerb, der seit 2005 jährlich in Den Haag, dem Sitz des Internationalen Strafgerichtshofs, ausgetragen wird. Der Wettbewerb bietet Studierenden neben der einzigartigen Erfahrung eines Moot Courts einen Einblick in die praktiksche Arbeit des Völkerrechts, indem sie sich mit hochaktuellen und spannenden Fragen des Völkerstrafrechts beschäftigen.

Das am Institute for International Peace and Security Law betreute Team durfte sich mit fesselnden Fragen, wie die der Verantwortung von sozialen Medien bei Aufrufen zum Völkermord und der Jurisdiktion des Internationalen Strafgerichtshofs mit einem mittels des Internet begangenen Delikts, beschäftigen. Dabei wurde das diesjährige Team, bestehend aus Katharina Ueberberg, Moritz Jacobs, Nicoletta Maier, Christian Mausolf und Eva Potzy, von Gwendolin Brand, Tabasom Djourabi-Asadabadi und Tim-David Schneider unterstützt.

Das Team arbeitete mit Fleiß umfangreiche Schriftsätze aus, die teilweise mit Bestpunktzahl bewertet wurden.

Die Fakultät gratuliert dem Kölner Moot Court Team und Herrn Prof. Dr. Dr. h.c Dr. h.c. Claus Kreß LL.M., Direktor des Institute for International Peace and Security Law, herzlichst zu seinem Erfolg!

Kölner Team gewinnt den PAX Moot 2020!

Das am Institut für internationales und ausländisches Privatrecht betreute Kölner Team hat den PAX Moot 2020 gewonnen. Der seit 2012 veranstaltete Wettbewerb wird von Universitäten Antwerpen und Sciences Po in Paris sowie dem Asser Institute in Den Haag organisiert und von Herbert Smith Freehills sowie der Europäischen Kommission unterstützt. Er ist als einziger Wettbewerb dieser Art dezidiert dem europäischen internationalen Privatrecht gewidmet.

Im Finale der in diesem Jahr komplett digital durchgeführten achten Auflage des PAX Moot, an welchem Teams aus neun verschiedenen Staaten teilnahmen, traf das von Teresa Möller und Eva Schick betreute Kölner Team aus Hanna Freienstein, Mercedes Hering und Claude Ngatchou auf das Team der Singapore Management University. Vor etwa 60 Zuschauer*innen vertrat das Team die Klage von Minenarbeitern aus dem fiktiven Staat Almasi und deren Familien gegen eine auf mehrere Staaten verteilte Firmengruppe vor einem belgischen Gericht. Dabei musste es sich unter anderem mit den Auswirkungen eines parallel in Almasi geführten Verfahrens, einer englischen worldwide asset freezing order und einer zwischen Teilen der Parteien bestehenden Gerichtsstands- und Rechtswahlvereinbarung sowie mit diversen Fragen des anwendbaren Rechts auseinandersetzen. Nach einer spannenden, fast zweistündigen Verhandlung konnte sich das Kölner Team schließlich durchsetzen und wurde von der hochkarätig besetzten Jury aus Alex Layton QC (Twenty Essex/King’s College London), Hans van Loon (Haager Konferenz für Internationales Privatrecht) und Prof. Dr. Horatia Muir Watt (Sciences Po) zum Sieger erklärt.

Bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb konnte das Kölner Team in einer Probeverhandlung vor RA Rüdiger Harms, RA‘in Elisabeth Macher und RA Dr. Harry Nettlau (Cleary Gottlieb) Erfahrungen sammeln.

Die Fakultät gratuliert dem Kölner Moot Court Team herzlichst zu seinem Erfolg!