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| Berichte

How to defend Human Rights Defenders?

Gemeinsame Fachkonferenz mit der Stadt Köln

Am 9. Dezember 2025 durfte die Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz in Kooperation mit der Stadt Köln ein vielfältiges Publikum aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und der interessierten Öffentlichkeit an der Universität zu Köln zu einer Fachkonferenz begrüßen, die sich der Frage „How to Defend Human Rights Defenders?“ widmete. Sie war Teil der „Kölner Menschenrechtstage“, einem neuen Format der Stadt Köln, das der Unterstützung von Menschenrechtsverteidiger*innen gewidmet ist. Die Konferenz fand im Kontext des Internationalen Tages der Menschenrechte statt, der am 10. Dezember begangen wird.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Grußworte von Prof. Dr. Junker, Prorektor für Nachhaltigkeit, Bürgermeisterin Karadag und Prof. Dr. Nussberger, Leiterin der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz.

Der zentralen Fragestellung der Konferenz wurde in drei interessanten Panels sowie in einem Interview nachgegangen. Dabei ging es vor allem darum, den acht teilnehmenden Menschenrechtsverteidiger*innen aus Ländern wie Äthiopien, Russland und Rumänien eine Plattform zu bieten, um ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. 

Das erste Panel, bestehend aus Getu Saketa, Menschenrechtsanwalt aus Äthiopien, Karen Mukwasi, Frauenrechts- und Digitalrechte-Aktivistin aus Simbabwe, Elizaveta Khan, Gründerin und Geschäftsführerin von Integrationshaus Köln e. V., sowie Ruth Borgfjord, Gründerin von Queer Sisterhood Cluj – Hilltop ORG und LSBTI-Aktivistin aus Cluj (Rumänien), widmete sich daher der Frage „Human Rights Work on the Ground: Insights into the Reality of Human Rights Defenders“. Das Panel beleuchtete die konkreten Herausforderungen, Risiken und Unterstützungsbedarfe von Menschenrechtsverteidiger*innen vor Ort.

Im zweiten Panel des Tages wurde unter Beteiligung von Konrad Arz von Straussenburg, Beauftragter für Menschenrechte im Auswärtigen Amt, Dr. Michaela Lissowsky, Direktorin des Human Rights Hub der Friedrich-Naumann-Stiftung in Genf, Mariam Claren, Menschenrechtsaktivistin und Leiterin des Iran-Programms bei HÁWAR.help sowie Samuel Baker Byansi, Journalist aus Ruanda, der Frage nachgegangen, wie Menschenrechtsverteidiger*innen als „Guardians of Democratic Values“ konkret unterstützt und geschützt werden können.

In der Pause mit Catering nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für weiteren Austausch und persönliche Gespräche.

Hiernach beleuchteten Jessica Mosbahi, LL.M. (Kapstadt), Referentin für Menschenrechte und Grundsatzfragen der Stadt Köln sowie Mitorganisatorin der Konferenz, und Dr. Elena Brandenburg, Abteilungsleiterin „Internationale Forschende“ der Universität zu Köln (Dezernat Internationales), in einem Interview die Menschenrechtsarbeit auf kommunaler Ebene.

Das letzte Panel der Konferenz wurde von der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz organisiert. Moderiert von Frau Professorin Nussberger diskutierten Prof. Dr. Antoine Buyse, Gründer und Herausgeber des ECHR-Blogs sowie Direktor des Niederländischen Instituts für Menschenrechte, Dr. Cathérine van de Graaf, Postdoktorandin am Human Rights Center Ghent und an der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz sowie Herausgeberin des Strasbourg Observers Blogs, Dr. Gleb Bogush, russischer Völkerrechtler im Exil an der Universität zu Köln, sowie Elena Rusakova, Psychologin und Wissenschaftlerin aus Russland, die Frage, wie die Wissenschaft die Arbeit von Menschenrechtsverteidiger*innen unterstützen kann. Beispielsweise hospitierten erst kürzlich drei Menschenrechtsverteidiger*innen aus Afghanistan, Vietnam und Russland an der Akademie und wurden dabei unterstützt, ihre wichtige Arbeit fortzusetzen.

Wir danken allen Organisator*innen, Speaker*innen sowie den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern für diese erfolgreiche und konstruktive Veranstaltung.

Bericht: Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz