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Diskussionsveranstaltung "Rechtsextremismus in der Polizei?"

Interdisziplinärer Austausch über die Herausforderungen rechtsextremistischer Tendenzen

Am 22. Juni 2026 fand ab 17:00 Uhr in der Lorenz-Wielenga-Bibliothek der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz die Veranstaltung „Rechtsextremismus in der Polizei?“ statt, die in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Kriminalwissenschaften an der Universität zu Köln, der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz sowie dem Institut für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre durchgeführt wurde.

Die Veranstaltung wurde mit einer Begrüßung und Einführung durch Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Angelika Nußberger M.A., ehemalige Vorsitzende der Kommission „Verantwortung der Polizei in einer pluralistischen Gesellschaft“ und Direktorin der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz der Universität zu Köln, eröffnet. 

Anschließend berichtete die Frankfurter Strafverteidigerin Seda Basay-Yildiz über ihre Erfahrungen als Anwältin und Betroffene. Sabine Thurau, ehemalige Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamts, ordnete daraufhin rechtsextremistische Tendenzen aus der Perspektive der Polizeipraxis und der Sicherheitsbehörden ein. Nach einer kurzen Pause kommentierte Prof. Dr. Anja Schiemann vom Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität zu Köln die diskutierten Themen aus der Forschungsperspektive. Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M. (Berkeley), Att. at Law (NY) vom Institut für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre ergänzte die Debatte um eine sicherheitsrechtliche Perspektive. 

Den Abschluss des Programms bildete eine Podiumsdiskussion mit Seda Basay-Yildiz, Sabine Thurau, Prof. Dr. Dr. h.c. (UG Tiflis) Martin Waßmer (Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität zu Köln) und Prof. Dr. Frank Neubacher M.A. (Institut für Kriminologie der Universität zu Köln). Die Moderation übernahm Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski vom Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität zu Köln. 

Die Diskussion bot Raum für einen interdisziplinären Austausch über die Herausforderungen rechtsextremistischer Tendenzen in Polizei und Gesellschaft sowie über mögliche Handlungsansätze. Im Anschluss fand ein Umtrunk statt, der Gelegenheit zum weiteren Austausch gab.

Bericht: Alfredo Franzone