Am 01. Juni 2026 veranstaltete das Institut für Energiewirtschaftsrecht der Universität zu Köln (EWIR) zum 20. Mal einen Workshop, an dem rund 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Präsenz oder via Zoom teilnahmen. Thema des Workshops war „Zukunft der Gasnetze – Perspektiven im Übergang zur klimaneutralen Energiewirtschaft“.
Gasnetze und Gasvertrieb bilden bis heute eine wichtige wirtschaftliche Basis für eine große Zahl von Energieversorgungsunternehmen. Die Klimaziele stellen die Rolle des fossilen Erdgases für die Wärmeversorgung, für die Industrie und für Kraftwerke grundsätzlich in Frage. Ob und in welchem Umfang Wasserstoff, Biogas und andere klimaneutrale Gase fossiles Erdgas in Zukunft ersetzen werden, ist mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.
Dies stellt Betreiber von Gasversorgungsnetzen vor vielfältige Fragen, u. a.: Wie lange können Gasversorgungsnetze noch wirtschaftlich betrieben werden? In welchem Umfang müssen Netze stillgelegt werden? Ist eine (teilweise) Umstellung bzw. Umrüstung auf Wasserstoff oder klimaneutrale Gase realistisch? Gaskunden fragen spiegelbildlich nach mittel- und langfristiger Versorgungssicherheit und nach der Entwicklung der Netzentgelte. Der Workshop widmete sich diesen und weiteren verbundenen ökonomischen und regulatorischen Fragestellungen.
Hierzu referierten Anne Zeidler, Vorsitzende der Beschlusskammer 7 – Regulierung des Zugangs und Anschlusses zu Erdgasversorgungs- und Wasserstoffnetzen sowie für vielfältig hiermit zusammenhängende Themenbereiche – der Bundesnetzagentur, Angela Kraus, LL.M, Rechtsanwältin und Associate Partner bei RÖDL Köln und Dr. Matthias Koch, Unternehmensberater und Partner bei RÖDL Köln.
Die Veranstaltung endete bei Buffet und Getränken auf freundliche Einladung von RÖDL.
Bericht: Lena Voßen